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Fettpölsterchen einfach wegspritzen: Injektionslipolyse

Die Fettweg-Spritze zählt in Deutschland noch zu den jüngeren Methoden der Körperformung und ist nicht unumstritten. Das Prinzip ist einfach: In die ungeliebten Fettpölsterchen wird ein Fettzellen-auflösendes Mittel gespritzt und der Körper transportiert die „Reste” einfach ab. Die Fettweg-Spritze verschlankt vor allem kleine Problemzonen. Grenzen hat die Methode dann, wenn es um größere Regionen geht.

Details zur Fettweg-Spritze

Die Fettweg-Spritze wird auch Lipolyse oder Injektions-Lipolyse genannt. Verantwortlich für den Effekt ist der Wirkstoff Phosphatidylcholin (PPC, Sojalezithin), der in der Medizin normalerweise zur Senkung der Blutfettwerte eingesetzt wird. PPC ist ein Naturpräparat und wird aus Sojabohnen gewonnen. Auch der Körper selbst stellt PPC her, z.B. im Rahmen des Fettstoffwechsels. Das Mittel wird mit feinsten Nadeln direkt in die Fettpölsterchen gespritzt. Dort löst es die Fettzellen auf und verursacht einen gesteigerten Fettabbau. Der körpereigene Stoffwechsel transportiert dann die Reste ab und übernimmt so die Körperformung: Die Fettpolster „schmelzen”. Damit ist auch klar, dass der Körperformungseffekt erst nach einiger Zeit eintritt. Der Körperumfang an der behandelten Stelle verringert sich messbar, die Haut ist glatt und straff.

Mehrmalige Behandlung

Die Behandlung wird vier Mal im Abstand von etwa sechs Wochen durchgeführt. Ganz klar sei hier noch einmal darauf hingewiesen: Die Lipolyse ist kein Mittel zum Abnehmen, sondern hilfreich bei den kleinen, aber oft so lästigen Problemzonen. Wenn Ärzte entsprechend ausgebildet sind und die von Experten vorgegebene Netzwerk-Injektionstechnik anwenden, zieht sich die Haut nach der Behandlung zusammen und wird straff. Die neue Körperform ist dauerhaft, da nicht nur einfach Fett entfernt wird, sondern die gesamte Fettzelle aufgelöst wird.

Geschichte und Diskussion um die Lipolyse

Eine brasilianische Hautärztin entwickelte und erprobte die Injektionslipolyse 1995. Immer wieder gab es Berichte über Komplikationen mit der Fett-weg-Spritze – doch die Ursachen und Hintergründe blieben im Unklaren. Deshalb schlossen sich engagierte Mediziner, so auch Dr. Georg Popp von der licca-Klinik, zum NETZWERK-Lipolyse zusammen. Das Netzwerk informiert über die Lipolyse, sammelt Erfahrungen, entwickelt das Verfahren weiter und erhebt wissenschaftlich tragfähige Studiendaten, um eventuellen Problemen auf die Spur zu kommen … die aber bisher nicht entdeckt werden konnten, und das bei vielen Tausend Behandlungen. Den Ärzten ist es aber gelungen, das ursprüngliche brasilianische Verfahren zu verbessern. Zudem schreiben sie den Mitgliedern des Netzwerks ein sogenanntes „Behandlungsprotokoll” vor, das seriös und sicher zu den gewünschten Ergebnissen führt, und fordern, dass alle Anwender an entsprechenden Fortbildungen teilnehmen, um eine sachgemäße, korrekte Anwendung und damit auch die gewünschten Ergebnisse sicherzustellen.
Im Sommer 2009 bewies eine Studie an der Universität Regensburg die Wirksamkeit der Fettweg-Spritze. Die Forscher unter Leitung von Privatdozent Dr. Lukas Prantl kommen zu dem Ergebnis, dass die Injektions-Lipolyse effektiv zur Reduzierung von Fettpolstern eingesetzt werden kann.
(Wissenschaftliche Publikation: Klein, Silvan M.; Schreml, Stephan; Nerlich, Michael; Prantl, Lukas (2009): In Vitro Studies Investigating the Effect of Subcutaneous Phosphatidylcholine Injections in the 3T3-L1 Adipocyte Model: Lipolysis or Lipid Dissolution? In: Plastic and Reconstructive Surgery. 124(2):419-427, August 2009.)

Lipolyse in der licca-Klinik

Dr. Popp, der medizinische Leiter der licca-Klinik, begann schon 2003, die Fettwegspritze einzusetzen. Er gehört damit auf diesem Gebiet zu den erfahrenen Medizinern in Deutschland. Er schätzt die Fettweg-Spritze vor allem, weil sie – richtig angewendet – so einfach, sanft und schonend Fett entfernt. Er beteiligt sich an wissenschaftlichen Studien, ist Mitglied der „Forschungsgruppe Internationales Netzwerk Lipolyse” und zudem seit Jahren als Referent zum Thema gefragt.

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