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Botulinumtoxin gegen Falten und Schwitzen
Botulinumtoxin kann gegen Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) und
mimische Falten helfen. Eigentlich ist Botulinumtoxin ein gefährliches Nervengift (Neurotoxin), es verursacht den
lebensbedrohlichen Botulismus. Doch getreu Paracelsus' Satz „Die Dosis macht das Gift zum Gift” wirken winzige
Mengen davon, gezielt eingesetzt, sehr positiv. Es wird seit etwa 15 Jahren in der kosmetischen Medizin eingesetzt. Der
Eingriff ist schnell und unkompliziert.
Gegen Zornfalten und Krähenfüße
Die meisten Falten im Gesicht entstehen infolge der Alterung der Haut und durch Sonneneinstrahlung. Gelegentlich aber
zeichnen besonders aktive Mimikmuskeln das Gesicht: Bei Zornesfalten und Krähenfüßen beispielsweise
helfen herkömmliche Methoden wie Implantation, Peeling oder Laserbehandlung wenig.
Botulinumtoxin wird in sorgfältig errechneter Konzentration mit einer sehr feinen Nadel direkt in die vorher
festgelegten Muskeln gespritzt. Die Behandlung geht schnell. Eine Heilungsphase ist nicht notwendig, Schwellungen oder Rötungen treten selten
auf.
Das „Gift” wirkt nicht sofort. Es dauert einige Tage, bis die behandelten Muskeln langsam ihre Kraft verlieren
und der Patient zum Beispiel die Stirn nicht mehr runzeln kann. Fältchen und Falten verschwinden nach ein bis zwei
Wochen. Der Effekt hält drei bis sechs Monate an. Die Behandlung kann jederzeit wiederholt werden. Mit zunehmender
Anzahl der Behandlungen hält das Ergebnis länger, gelegentlich bis zu einem Jahr an.
Besonders gut wirkt das Medikament gegen Falten auf der Stirn, gegen Zorn- und Sorgenfalten zwischen den Augenbrauen
und gegen Krähenfüße in den äußeren Augenwinkeln.
Gegen übermäßiges Schwitzen
Übermäßiges Schwitzen kann für Betroffene sehr unangenehm sein, Mediziner sprechen dann von
Hyperhidrose oder Hyperhidrosis. Für die Behandlung der Hyperhidrose nutzt die Medizin die Tatsache, dass Botulinumtoxin
die Verbindung zwischen dem vegetativen Nervensystem und der Schweißdrüse blockiert. Die
Schweißdrüse wird praktisch lahm gelegt.
Der Erfolg der Behandlung gegen übermäßiges Schwitzen hält drei bis sechs Monate an: So lange
braucht der Körper, um eine neue Verbindung zur Schweißdrüse wachsen zu lassen.
Die Behandlung ist einfach: Botulinumtoxin wird in sorgfältig errechneter Konzentration mit einer sehr feinen Nadel
in die betroffenen Hautareale gespritzt. Unter den Achseln ist dies nur wenig schmerzhaft. Da die Fußsohlen und
Handflächen sehr empfindlich sind, wird hier in der Regel örtlich betäubt.
Die Behandlung wirkt nach etwa einer Woche und kann jederzeit wiederholt werden.