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Endoluminaler Laser zur Behandlung von Krampfadern
Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches, sondern auch ein medizinisches Problem. Für die Behandlung von Krampfadern gibt es eine Reihe von Verfahren:
Verödung (Sklerosierung)
Radiowellenchirurgie
Operative Entfernung: Venen-Stripping (Vollnarkose) und Mikrophlebektomie (örtliche Betäubung)
Laserbehandlung: transkutan (von außen) und endoluminal (von innen) – (beides unter örtlicher Betäubung)
Die Auswahl des Verfahrens sollte nach eingehender Untersuchung beider Beine in Absprache mit dem Arzt erfolgen.
Die licca-Klinik setzt vor allem das endoluminale Laserverfahren ein, da es bei Krampfadern erhebliche Vorteile
gegenüber den herkömmlichen Operationen hat. Das Verfahren ist auch unter den Bezeichnungen ELT, ELVES oder ELVeSTM
geläufig.
Laser von innen
Bei der endoluminalen Laserbehandlung werden die Krampfadern von innen verödet. Ein verdünntes
Betäubungsmittel, rund um die Vene eingespritzt (Tumeszenzanästhesie), macht die Behandlung schmerzlos. Über eine dünne Nadel,
wie man sie vom Blutabnehmen kennt, wird eine dünne Glasfaser (0,2 mm) in die Vene eingeführt. Die Faser
transportiert die Laserenergie, die in der Vene eine Temperatur von 60 bis 70°C erzeugt. Der Laserstrahl wird dann
langsam zurückgezogen: Dabei verschließt sich die Krampfader Stück für Stück von innen und
zieht sich zusammen.
Die verschlossenen Krampfadern baut der Körper in den folgenden Monaten ab. Der/ie Patient(in) bekommt für
drei Tage einen Kompressionsverband, anschließend sollte zwei Wochen lang ein Kompressionsstrumpf getragen
werden.
Vorteile der Laserbehandlung
Aufstehen sofort nach der Behandlung: keine Bettruhe, kein Krankenhausaufenthalt
Keine Vollnarkose
In der Regel geringes Entzündungsrisiko
Keine Arbeitsunfähigkeit oder höchstens zwei bis drei Tage (14 Tage nach Venen-Stripping)
Nur selten Schmerzen danach, wenn doch, Linderung durch übliche Schmerzmittel. Typisch ist ein „Ziehen” nach einigen Tagen, das vom erwünschten Heilen der zusammengezogenen Venen kommt.
Keine Schnitte, nur winzige Nadeleinstiche
Das endoluminale Lasern der Krampfadern hinterlässt praktisch keine Narben. Die Patienten/innen, die in der
licca-Klinik bisher behandelt wurden, waren mit dem kosmetischen Ergebnis überaus zufrieden.
Es bilden sich weniger neue Krampfadern als nach dem herkömmlichen Stripping – zumindest soweit man das nach
den Erfahrungen mit diesem relativ neuen Verfahren sagen kann.
Risiken und Nebenwirkungen
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch beim Laserverfahren (sehr seltene) Risiken:
Entlang der Vene können Verfärbungen und Blutergüsse auftreten, die meist nach kurzer Zeit wieder
verschwinden. (Es sind in jedem Fall weniger als bei einer herkömmlichen Operation.)
Die Glasfaser kann theoretisch die Venenwand verletzen, was zu einer örtlichen Blutung und in der Folge zu
kleinen blauen Flecken führen würde. Diese verschwinden aber bald wieder.
Blutergüsse und Verletzungen der Nerven, die beim Venen-Stripping öfter auftreten, sind selten, aber
möglich.
Ein leichtes Ziehen entlang der behandelten Ader ist typisch und signalisiert die korrekt ablaufende Schrumpfung
der Vene.
Eine Venenthrombose ist grundsätzlich bei jeder Operation an einer Vene möglich. Vorbeugend wird deshalb
an den fünf Tagen nach der Operation „heparinisiert”, um einer eventuellen Thrombose medikamentös
vorzubeugen.
Mittlerweile übernehmen die privaten Krankenkassen auch die Kosten für diese moderne Behandlungsform.
Ob die endoluminale Laserbehandlung für Ihre Venenerkrankung in Frage kommt, kann erst nach einer
sorgfältigen Untersuchung geklärt werden. Insbesondere muss auch geprüft werden, ob die Krampfadern mit Lymphproblemen in Zusammenhang stehen. Gerne können Sie dafür bei uns einen Termin vereinbaren.
Bitte rufen Sie uns an: (08 21) 81 55-122.